Serfaus-Fiss-Ladis – wie eine ganze Winterregion mit perfektem Service zur Wohlfühlzone wird

An allen elf Gondelbahnen der Region werden Mitarbeiter der Bergbahnen, die so genannten „Helping Hands“ stehen und für einen bisher nicht gekannten Komfort sorgen. Die „Helping Hands“ von Serfaus-Fiss-Ladis sind an allen wichtigen Ein- und Ausstiegsstellen des Skigebietes postiert und an den in den gelb-blauen Farben der Region gehaltenen Handschuhen erkennbar. Beim Einsteigen nehmen sie die Skier ab und platzieren sie in der Halterung, während man selbst ohne Zeitnot die Kabine betritt. Auch beim Aussteigen kann man sich Zeit lassen, denn sofort sind die „helfenden Hände“ zur Stelle, haben bereits die Skier aus der Halterung genommen und halten sie zur Mitnahme bereit. Und nicht nur das: auch wenn ältere Gäste oder Kinder Schwierigkeiten beim Ein- und Aussteigen haben, sorgen die „Helping Hands“ unverzüglich dafür, dass es diese Probleme nicht mehr gibt.

Die „Helping Hands“ wurden von den Seilbahn-Mitarbeitern selbst initiiert und sind Teil einer großen Komfort- und Wohlfühl-Offensive. Die Region Serfaus-Fiss-Ladis will somit ein Wintererlebnis schaffen, das im Alpenraum ohne Vergleich ist. Schon seit der vergangenen Wintersaison sind über das ganze Skigebiet verteilt neunzehn Wohlfühlstationen aufgebaut, die zum Innehalten und Relaxen einladen. An diesen Stationen gibt es ganz unterschiedliche Sitz- oder Liege-Gelegenheiten, so Strandkörbe, Hängematten, ergonomisch geformte Genussliegen, kuschelige Sofas oder rustikale Hochsitze. Allen Stationen gemeinsam ist, dass sie grandiose Ausblicke auf die Bergwelt rund um Serfaus-Fiss-Ladis bieten. Die Wohlfühlstationen sind auf den in der Region überall aufgestellten Panoramakarten eingezeichnet. Außerdem gibt es eine kostenlose Pocketkarte, die den kürzesten Weg zur nächsten Genussliege weist.

 

Ischgl – Lifestyle Insel für Wintersportler

In Ischgl im Tiroler Paznaun wird in Superlativen gedacht und gelebt. Im Winter trifft hier ausgezeichnetes Wintersportangebot und unvergleichliches Entertainment in perfekter Mischung aufeinander. Das 1.500-Seelendorf Ischgl gilt nicht umsonst als perfektes, mehrfach von nationalen und internationalen Medien ausgezeichnetes Wintersport-Eldorado mit Unterhaltung rund um die Uhr. Jährlich wird der Service in der Silvretta Arena verbessert, damit selbst das Skifahren in Ischgl zu einem Erlebnis wird. Top of the Mountain Konzerte mit Welt-Stars mitten auf der Skipiste stehen für einzigartiges Entertainment, Gourmet-Hütten bieten avantgardistische Architektur und exklusive Ski-Gastronomie, während im Snowpark die jungen Wilden ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können.

Selbstverständlich ist Ischgl ein perfektes Skigebiet – übrigens das größte zusammenhängende in Tirol –  mit modernsten Anlagen und Schneesicherheit bis Anfang Mai. Über 238 Kilometer Piste und 44 Liftanlagen in der Silvretta Arena führen bis auf fast 3.000 Meter Höhe und hinab bis ins schweizerische Zollparadies Samnaun. Auch von zu Hause lässt sich das Skigebiet mit seinen Pisten mit einem Mausklick bei Google Street View perfekt erkunden.

Als Skiort mit Unterhaltungswert ist Ischgl einmalig: Après-Ski-Stimmung in den Lokalen entlang der Ischgler Promenade, Shopping-Boutiquen oder Restaurants auf Großstadt-Niveau, Zigarren-Lounge oder Großraum-Disco bieten auch nach dem Skitag genug Möglichkeiten für alle Geschmäcker. Events wie der Schneeskulpturen-Wettbewerb mit internationalen Künstlern, der legendäre Sterne Cup der Köche oder die Ski-WM der Gastronomie füllen den Ischgler Eventkalender neben den drei Top of the Mountain Konzerten. Die Winter-Saison in Ischgl beginnt mit dem Top of the Mountain Opening Concert am 26. November 2011 und endet mit dem legendären Top of the Mountain Concert am 30. April 2012.

Neu in Ischgl: Virtueller Pistenspaß und GPS-Trackingfunktion

Wer sich schon vor Anreise via Internet über die Begebenheiten der Silvretta Arena informieren will, kann zum Beginn der Wintersaison erstmals mit einem Mausklick virtuell über Ischgls Skipisten cruisen und das Bergpanorama erkunden: Dank dem Schneemobil von Google Street View – das letzte Saison in Ischgl als erster Skiregion Pistenbilder sammelte und in eine 360-Grad-Ansicht verwandelte – ist am Computer inzwischen sogar eine Abfahrt über die „Eleven“, die längste Piste in der Silvretta Arena möglich.

Damit nicht genug: Wer iPhone hat, ist in Ischgl gut informiert. Auch die Ausrede „ich habe mich verfahren“ gibt es in der weitläufigen Silvretta-Arena nicht mehr. Der eigene Standpunkt wie auch alle Lift-Anlagen, Pisten und Hütten lassen sich – Dank dem iSki Ischgl APP – ganz bequem und einfach per Handy auf dem Pistenplan orten. Dazu kommen nützliche Informationen wie Wetter, Webcamarchiv, Hoteladressen oder Events. Neu: Wer seinen Tag im Ischgler Skigebiet am Abend nachverfolgen will, kann mit der GPS-Trackingfunktion des iSki Ischgl APPs über iPhone, Android und Blackberry den Skitag direkt am Smartphone aufzeichnen und anschließend Informationen wie Höchstgeschwindigkeit, zurückgelegte Kilometer, Strecke oder Dauer in Google Earth oder auf der Ischgl 3-D Map begutachten. iSki Ischgl kann auf www.ischgl.com kostenlos herunter geladen werden.

Hotels, Gastronomie und Nightlife

Für ausgelassene Stimmung sorgen die berühmten Ischgler-Skihütten, Restaurants und Sonnenterassen – gemütlich bis actionreich, besinnlich bis ausgelassene Partylaune. So überzeugen etwa die neuen, exklusiven Restaurants Alpenhaus auf der Idalpe und das futuristische Salaas an der Talstation der Greitspitzbahn in eleganter, avantgardistischer Alpen-Architektur: Außen Sonnen- und Liege-Terrasse vor traumhafter Bergkulisse, innen stylisches Bedienrestaurant und Ski-Bar. Dem ausgefeiltem Lifestyle, Komfort und Service im Skigebiet stehen die angesagten Après-Treffs und Szene-Lokale um Nichts nach. Auch in den berühmten Clubs wird Lebenslust, Entertainment und niveauvolles Après-Ski geboten. Da wird Ischgls Motto ‚Relax. If you can …’ zur wahren Herausforde-rung! Auch wenn nachts kaum Zeit zum Schlafen bleibt: Ischgl bietet über 11.000 Gästebetten in luxuriösen bis hochmodernen Design- und Themenhotels, in traditionellen Gast- und Appartement-Häusern, in gemütlichen Ferienwohnungen und urigen Pensionen – für jeden Geschmack gibt es das richtige Ambiente.

Kitzbüheler Alpen – Skiregion der Bestzeiten und Legenden

Seit über hundert Jahren kommen Gäste zum Skifahren in die Kitzbüheler Alpen. Seit Jahrzehnten gehen hier regelmäßig Skirennen über die Bühne, darunter auch die berühmte Hahnenkamm-Abfahrt. Rings um die ebenso spektakuläre wie geschichtsträchtige Weltcupstrecke „Streif“ liegen die 1.000 Pistenkilometer des Skiverbunds Kitzbüheler Alpen. Auf der gemeinsamen „Kitzbüheler Alpen AllStarCard“ sind heute insgesamt zehn Skiregionen vereint, darunter die Bergbahn Kitzbühel, die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental, der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und das Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn. Aber auch kleine, feine Insidertipps wie St. Johann in Tirol, Fieberbrunn, das Pillerseetal, die Steinplatte in Waidring, die Wildschönau und das Alpbachtal sind dabei. Die Kitzbüheler Alpen bilden eine der größten und beliebtesten Skiregionen der Welt. Trotz großer Namen und internationaler Bekanntheit liegen die Ticketpreise im Alpenraum-Durchschnitt.

Beste Empfehlung für Schneesicherheit

Die Kitzbüheler Alpen glänzen seit Jahrzehnten mit großen Naturschneemengen: Pro Jahr schneit es im Tal mehr als zweieinhalb Meter, auf dem Berg acht Meter. Die Nord-West-Staulage am Alpenhauptkamm sorgt mit hoher Verlässlichkeit für regelmäßigen Nachschub. Die meisten Pisten sind in idealer, schneesicherer Nord-, Ost- oder Westlage angelegt. Dadurch fällt die Sonne nur sehr flach ein und der Schnee bleibt länger liegen – an einigen Hängen nahezu ein halbes Jahr. 20 Zentimeter reichen in den Kitzbüheler Alpen für eine kompakte Schneedecke aus, denn die sanften Almwiesen der Schieferberge haben keinen steinigen Untergrund. Eine doppelte Absicherung gibt es in den Kitzbüheler Alpen durch die Tatsache, dass bei Bedarf auf 824 Pistenkilometern nachgezuckert werden kann – das sind drei Viertel aller Pisten.

Carving in den Kitzbüheler Alpen

Ein echter „Carver-Himmel“ liegt in Kirchberg: Im Vorjahr wurde dort der untere Abschnitt der Abfahrt über Ochsalm und Maierlhang breiter ausgebaut und bietet seither Hänge im Cinemascope-Format. Für den raschen Aufstieg sorgt eine neue 10er-Kabinenbahn mit Sitzheizung. Gleich nebenan, auf dem Pengelstein II, liegt die breiteste Carvingpiste Kitzbühels. Beim Sessellift Kasereck, aber auch beim Sessellift Zweitausender auf der Resterhöhe befinden sich Zeitmessstrecken mit Carving-Bojen. In St. Johann in Tirol sind die Eichenhoflifte auf dem Harschbichl ein Geheimtipp für Carver: Die schneesichere Eichenhofabfahrt glänzt mit einem XXXL-Pistenraum zum Ausschwingen und guten Hütten. Die Abfahrt Reckmoos Süd in Fieberbrunn ist ebenso ideal für das Spiel mit den Fliehkräften: Von der Hochhörndlspitze geht es über 2.020 Meter Länge und 900 Höhenmeter einen der schönsten Sonnenhänge der Kitzbüheler Alpen hinunter. In Hinterglemm ist der untere Teil der WM-Strecke Zwölferkogel ab der Mittelstation für Carver sehr zu empfehlen. Der Hang ist fast baumfrei und bietet ein abwechslungsreiches Gelände mit perfekter Neigung. Auch in der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental können Carver ihre „Spannweite“ testen: Die Brixener Zinsberg-Abfahrt ist eine wahre Cruiser-Strecke und führt über 1.600 Meter und 370 Höhenmeter ins Tal. Etwas versetzt auf der gegenüberliegenden Talseite bei Westendorf ist die Talkaser-Abfahrt bei Carvern der Renner. Sie ist mit 550 Metern Länge und 160 Metern Höhenunterschied auch für Einsteiger leicht zu meistern. „Einen Berg weiter“ liegt bei Hopfgarten die Hohe Salve, welche Carvern die Poid-Abfahrt zu Füßen legt. Vom Gipfel der Hohen Salve bis ins charmante Örtchen Hopfgarten sind es 1.250 Höhenmeter.

Neue Wintersportarten entdecken

Auf ihren fast 1.100 Pistenkilometer haben die Kitzbüheler Alpen jede Menge Action zu bieten. Aber auch abseits tut sich Einiges: Freerider haben zwischen Kitzsteinhorn, Fieberbrunn, Pass Thurn und Westendorf ihr Revier. Die Einführung in die Welt des Freeridens holen sie sich von den staatlich geprüften Ski- und Snowboardguides aus der Region, die auch ganze Freeride Weekends organisieren. Mit einem Local Guide lassen sich schnell die besten Hänge finden. Das Kitzbüheler Horn etwa lockt mit jeder Menge Cliffs, Rinnen, Kickerspots, versteckten Treeruns und endlosen Powderfeldern. Snowbiking gewinnt in den Kitzbüheler Alpen ebenso immer mehr Fans. In Westendorf werden geführte Runden durch die Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental angeboten – auf Carvingpisten, durch Wälder und im Tiefschnee, teilweise sogar bei Nacht. „Auf einen Sprung“ in die Kitzbüheler Alpen kommen auch ambitionierte Hobby-Skispringer. Die 15-Meter-Schanze in Wörgl ist freitags ihr Treffpunkt. Willkommen ist jeder, der grundlegende Alpin-Skikenntnisse hat. Im Rahmen eines eintägigen Schnupperkurses kann unter Anleitung eines Skilehrers zwei mal drei Stunden ausführlich trainiert werden. Eiskalten Winterspaß garantiert der Eiskletterpark auf dem Gaisberg in Kirchberg. Mit seinen 20 Metern Höhe gehört der künstliche Eiskletterturm zu den größten in Europa. Der Park befindet sich im Mittelteil der Rodelbahn Gaisberg beim Gasthof Obergaisberg. Mittwochs und freitags gibt es jeweils am Abend auf dem beleuchteten Eiskletterturm Kurse. Bei den Hochfeldliften in St. Johann gibt es erstmals eine permanente Skicross-Video-Strecke zum Testen. Auf dem mit Sprüngen, Wellen und Kurven versehenden Kurs starten die Wilden durch das Gelände. Per Key Card können sie sich zu Hause ihren Lauf anschauen und analysieren, wie sie die „Haarnadeln“ gepackt haben.

Weitere Informationen erhalten Sie über den Tourismusverband.

St. Anton am Arlberg – Zwischen uriger Skitradition und modernstem Service

St. Anton am Arlberg gilt als die Wiege des alpinen Skilaufs und schreibt bis heute Wintersportgeschichte.Begonnen hat die Skigeschichte von St. Anton am Arlberg ausgerechnet mit dem Arbeitseinsatz eines norwegischen Ingenieurs zwischen 1880 und 1884. Er war für den Bau des Arlbergtunnels nach Tirol gekommen, den Einheimischen ist allerdings etwas anderes in Erinnerung geblieben: Die beiden Bretter, mit denen er durch den Schnee zur Arbeit glitt. Doch die St. Antoner waren skeptisch und auch der Pfarrer von Lech konnte sie nicht überzeugen, als dieser zehn Jahre später perfekte Bögen im Schnee zog. Das kleine Dorf war weit davon entfernt, zu einem der beliebtesten Wintersportorte Mitteleuropas zu werden, noch war es der harte Alltag als Bergbauer, der das Leben der Menschen hier prägte.

Aus der Zurückhaltung wird Euphorie

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wich die anfängliche Skepsis purer Begeisterung. Man wollte es nicht mehr den Fremden überlassen, im Telemark-Stil die Hänge hinunter zu gleiten, plötzlich sprang der Funke auch auf die St. Antoner über. Und so verwundert es auch nicht, dass es ein fröhlicher Ausflug war, der für Skigeschichte sorgte: Am 3. Januar 1901 machten sich sechs Freunde aus dem Dorf auf den Weg nach St. Christoph. Mit schweren Skiern an den Füßen bewältigen sie die Strecke bis zum Hotel Hospiz, wo eigentlich nur eine kleine Pause geplant war. Die Gastfreundschaft des Wirtes Oswald Trojer und seiner Tochter Liesl ließ aus der kurzen Rast jedoch eine ausgelassene Feier werden. Der Glühwein sorgte nicht nur für rote Backen, sondern auch für fantasiereiche Gespräche, an deren Ende eine Idee stand: die Gründung des Skiclub Arlberg. Noch heute kann man im Gästebuch des Hospiz den Eintrag des Gründungsmitglieds und Gemeinderats Adolf Rybizka nachlesen: „Durch die Natur entzückt, durch den Sport begeistert, durchdrungen von der Notwendigkeit, am Arlberg einen bescheidenen Sammelplatz für die Freunde dieses edlen Vergnügens zu schaffen, fühlen sich die am ex tempore beteiligten Ausflügler bewogen, den Skiclub Arlberg zu gründen. St. Christoph, 3. Jänner 1901″. Der Eintrag wurde von den Gründungsmitgliedern Carl und Adolf Schuler, Dr. Adolf Rybizka, Oswald Trojer, Josef Schneider, Ferdinand Beil, Dr. F. Gerstel und Liesl Trojer unterschrieben.

Aus einer kleinen Gruppe wird ein großer Club

Die spontane Idee der acht Gründungsmitglieder fiel auf fruchtbaren Boden, heute hat der Skiclub Arlberg weltweit über 7.000 Mitglieder. Nicht nur sie schätzen St. Anton am Arlberg wegen seines perfekt ausgebauten Skigebietes und seiner Gemütlichkeit, die sich das einstige Bergbauerndorf bewahren konnte. Mit ihrem Tiroler Charme erfreuen und überraschen die Einheimischen bis heute so manch einen Gast, der zum ersten Mal am Arlberg Urlaub macht. Überraschend war auch der nächste Schritt, der auf die Gründung des Skiclubs folgte: Nur drei Jahre später, am 5. und 6. Januar 1904, lud man zum 1. Allgemeinen Skirennen. So etwas hatte es bis dahin in der Alpenwelt noch nicht gegeben. Die Strecke für diesen Fernlauf war genau ausgearbeitet und führte von der Ulmer Hütte über den Schindlerferner zum Arlensattel, dann auf den Galzig, von dort hinunter nach St. Christoph und schließlich weiter nach St. Anton. Heute ist es kaum mehr vorstellbar, welche Höchstleistung den Teilnehmern damals abverlangt wurde. Mit schwerstem Sportgerät ackerten sich die Wettkämpfer durch den tiefen Schnee – an Seilbahnen, Lifte und präparierte Pisten dachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch niemand.

Ein Skiläufer wird zum Idol

Mit steigender Beliebtheit stellten sich immer mehr Wintersportler die Frage nach der besten Technik. Der bis dahin übliche Telemark-Stil war in den Augen vieler nicht gerade ideal, um die Abfahrten wirklich sturzfrei zu überstehen. Im hochalpinen Gelände rund um St. Anton am Arlberg sorgte der Ausfallschritt für wenig Standfestigkeit und katapultierte so manch einen Skiläufer ins Aus. Ausgerechnet ein 13-Jähriger war es, der eine ganz eigene und neue Abfahrtstechnik für sich entdeckte und diese Jahr für Jahr weiter entwickelte. Der Wirbelwind mit den blitzenden Augen hieß Hannes Schneider und für ihn gab es im Leben nur eines: Skifahren, sonst nichts. Selbst viele blaue Flecken hielten ihn nicht davon ab, an einer anderen Körperhaltung und veränderten Schwüngen zu feilen. Als Erster verlagerte er zum Kurvenfahren sein Gewicht, um dann die Ski herumzureißen. Für Schussfahrten ging er in die Hocke, um die Geschwindigkeit und unebenes Gelände sicher ausgleichen zu können. So schnell seine Abfahrten, so schnell war auch die Karriere von Hannes Schneider. Für den Wirt des Hotels „Alte Post” unterrichtete er die Hausgäste und brachte so selbst Flachländer dazu, elegant die Pisten hinunter zu wedeln.

Die erste Skischule entsteht in St. Anton am Arlberg

Hannes Schneider zog immer mehr Gäste an, die seine Technik erlernen wollten. Damit wurde der Fremdenverkehr kräftig angekurbelt, denn jetzt war es „in”, den Winter in den Bergen und vor allem auf den Pisten zu verbringen. Im Winter 1921/22 wurde so aus dem Skilehrer Hannes der Unternehmer Schneider, Gründer der ersten Skischule in St. Anton am Arlberg. Er hatte eine für damalige Verhältnisse bahnbrechende Idee, indem er die Skischüler entsprechend ihres individuellen Könnens in Gruppen einteilte. Es gab feste Richtlinien für die Kursinhalte in diesen Gruppen und vor allem ausgebildete Skilehrer – eine Revolution.

Und aus dem Skihelden, Skilehrer und Frauenschwarm Hannes Schneider wurde zu guter Letzt auch noch ein Schauspieler. Für Regisseur Arnold Fanck von der Freiburger Berg- und Sportfilmgesellschaft stand er vor der Kamera. Traumhafte Panoramen und schneebedeckte Gipfel bildeten den Rahmen für zahlreiche Filme mit Hannes Schneider in der Hauptrolle. Kinobesucher auf der ganzen Welt konnten so Schneiders Arlberg-Methode auf der Leinwand erleben und nicht wenige wollten danach selbst die Pisten erobern. Wer es sich leisten konnte, der reiste sogar zum Originalschauplatz der Filme „Wunder des Schneeschuhs” oder „Die weiße Kunst”. Und so waren die „Golden Twenties” nicht nur für den Skischulgründer Hannes Schneider eine wahrhaft goldene Zeit, sondern auch für die immer mehr werdenden Hoteliers in St. Anton am Arlberg, die die Gäste beherbergten.

Die ersten Bahnen machen Skilaufen komfortabel

1937 hatte St. Anton am Arlberg wieder die Nase vorn. Mit der Galzigbahn enstand eine der ersten Gondeln im Alpenraum. 210 Personen konnten damit pro Stunde in das Herz des Skigebietes auffahren. Nach diversen Um- und Neubauten entstand zur Saison 2006/2007 eine innovative Bahn-Sensation: Die neue Galzigbahn beruht auf der Technik eines Riesenrads und ermöglicht den Passagieren ein ebenerdiges Einsteigen. Doch nicht nur die Technik ist überraschend, auch das Gebäude sorgt für Gesprächsstoff. Die einmalige Glaskonstruktion wirkt im Schnee wie ein riesiger Kristall und wird nachts von innen beleuchtet. Keine drei Jahre später ist St. Anton am Arlberg erneut um eine neue, hochmoderne Liftanlage reicher. Die alte Rendl-Bahn aus dem Jahre 1974 wird in der Wintersaison 2009/2010 durch eine 8er-Einseilumlaufbahn mit Sitzheizung ersetzt. Mussten die Wintersportler früher noch den Bus nehmen, um vom Skigebiet am Galzig zur alten Rendl-Bahn zu gelangen, ist der Weg heute nur noch ein Katzensprung in Skischuhen – das transparente Gebäude der Talstation rückt näher an das Dorfzentrum heran.

Zwei Bretter, zwei Helden!

Neben Hannes Schneider ist ein zweiter Name aus der St. Antoner Geschichte nicht mehr wegzudenken: Karl Schranz, der seit über zehn Jahren von allen als „Vater der WM” bezeichnet wird. Der gebürtige St. Antoner hat als Spitzen-Skiläufer fast alle sportlichen Auszeichnungen gewonnen, war dreimal Weltmeister und holte zweimal den Gesamt-Weltcup. Bis heute gilt Karl Schranz als Kämpfer, für den Aufgeben ein Fremdwort ist. Gegen den Widerstand vieler und mit Unterstützung weniger träumte er den Traum von einer alpinen Ski-WM in seinem Heimatdorf. Ein Traum, der am 28. Januar 2001 in Erfüllung ging, als sich die Ski-Weltelite in dem Tiroler Bergdorf traf, um hier die Besten der Besten zu finden.